Kategorie: Reviews

Review: Witchseeker – Scene Of The Wild

Witchseeker - Scene Of The Wild

Witchseeker – Scene Of The Wild

Band: Witchseeker
Album: Scene Of The Wild
Release: 26. März 2021
Format: 10-Track LP
Laufzeit: 37:45 Min.
Label: Dying Victims Productions
Genre: Heavy/Speed Metal

Konnten WITCHSEEKER 2017 schon mit ihrem selbstproduzierten Debüt „When The Clock Strikes“ auf sich aufmerksam machen, steht nun mit „Scene Of The Wild“ der langersehnte Nachfolger in den Startlöchern.

Es gab mal Zeiten, da gab es noch so etwas wie einen Exotenbonus. Würde es den heute noch geben, hätten ihn WITCHSEEKER aus Singapur gar nicht mal nötig. Dafür hat es die junge Band, welche sich dem Heavy/Speed Metal ganz alter Schule verschrieben hat, einfach zu sehr drauf. Eingeleitet von einem kurzen Intro, lässt schon der Opener „Rock This Night Away“ großes Potenzial erkennen. Aber auch so Stücke wie das flotte „Be Quick Or Be Dead“ oder das eher gemäßigte, aber sehr eingängige „Screaming In The Moonlight“ lassen eigentlich kaum Wünsche offen und kommen obendrein noch sehr authentisch daher. Weitere Highlights sind das ohrwurmverdächtige „Candle In The Dark“ und die speedige Abrissbirne „Hellions Of The Night“.

Fazit: WITCHSEEKER liefern mit „Scene Of The Wild“ ein mehr als ordentliches Album ab und punkten vor allem mit viel Charisma und Gespür für gutes Songwriting. (ds)

Bewertung:
8 von 10 Punkten

Käuflich erwerben könnt ihr das Album als CD, Vinyl oder digitalen Download bei Amazon* oder unserem Partner Dying Victims Productions!


Tracklist: 01. Scene Of The Wild // 02. Rock This Night Away // 03. Lust For Dust // 04. Be Quick Or Be Dead // 05. Sin City // 06. Nights In Tokyo // 07. Screaming In The Moonlight // 08. Break Away // 09. Candle In The Dark // 10. Hellions Of The Night


Review: Generation Steel – The Eagle Will Rise

Generation Steel - The Eagle Will Rise

Generation Steel – The Eagle Will Rise

Band: Generation Steel
Album: The Eagle Will Rise
Release: 22. Januar 2021
Format: 13-Track LP
Laufzeit: 58:43 Min.
Label: Pure Steel Records
Genre: Heavy/Power Metal

Das neue Heavy Metal Projekt GENERATION STEEL, welches sich aus ehemaligen Mitgliedern solch illustrer Bands wie DEAD MAN’S HAND, SQUEALER und OSCURA zusammensetzt, möchte mit seinem Debüt „The Eagle Will Rise“ den Underground aufmischen.

Schon der Opener und Titeltrack gibt sofort die Marschrichtung vor, welche die Hessen in den nächsten knapp 59 Minuten einschlagen werden. Der schnörkellose Teutonenstahl mit durchweg eingängigen Refrains vermag das Rad sicherlich nicht neu zu erfinden, wird dafür aber sehr intelligent und frisch in Szene gesetzt. Generell ist die Hitdichte auf „The Eagle Will Rise“ recht hoch, können so Stücke wie der Überflieger „Invoke The Machine“ oder der alles niederwalzende Stampfer „Warbringer“ doch auf ganzer Linie überzeugen. Weitere Highlights sind das nach vorne peitschende „Praying Mantis“, die Bandhymne „Generation Steel“ und das gefühlvoll beginnende „The Wayward One“. Besondere Erwähnung verdient noch der tolle Gesang von Frontmann Rio Ulrich; erweist sich dieser doch als wahrer Glücksgriff, der die unterschiedlichen Stimmungen perfekt zu transportieren vermag.

Fazit: Liebhaber von ACCEPT, GRAVE DIGGER und Konsorten sollten hier unbedingt mal ein Ohr riskieren. Für ein Debüt knallt „The Eagle Will Rise“ mehr als odentlich und überzeugt vor allem durch seine Geradlinigkeit. (ds)

Bewertung:
8,5 von 10 Punkten

Käuflich erwerben könnt ihr das Album als CD oder digitalen Download bei Amazon* oder Pure Steel Records!


Tracklist: 01. The Eagle Will Rise // 02. Invoke The Machine // 03. Generation Steel // 04. Warbringer // 05. Temple Of Malady // 06. Praying Mantis // 07. The Chariot // 08. Shadow In The Dark // 09. Soulmates // 10. On My Way // 11. The Wayward One // 12. Heaven’s Calling // 13. Alive


Review: Grima – Rotten Garden

Grima - Rotten Garden

Grima – Rotten Garden

Band: Grima
Album: Rotten Garden
Release: 21. Januar 2021
Format: 7-Track LP
Laufzeit: 43:28 Min.
Label: Naturmacht Productions
Genre: Atmospheric Black Metal

Alle zwei Jahre beglücken uns die Russen GRIMA mit ihrem atmosphärischen Black Metal der Extraklasse. Mit „Rotten Garden“ steht nun das vierte Album in den Startlöchern.

Und schon beim Opener „Cedar And Owls“ stechen alle gewohnten Trademarks der Russen hervor. Verträumte Melodien treffen auf eine eiskalte Atmosphäre, die den Hörer in finstere Sphären entführen. Stücke wie das mit Synthie-Teppichen unterlegte „Mourning Comes At Sunset“ oder der epische Titeltrack verlieren auch nach mehrmaligen Durchlauf nichts von ihrer Faszination und laden immer wieder ein, neue Nuancen zu entdecken.

Fazit: Auch auf „Rotten Garden“ lassen GRIMA nichts anbrennen, sondern brennen lieber direkt alles nieder. Wer auf intensiven atmosphärischen Black Metal abfährt, dürfte kaum an diesem Album vorbeikommen. Großartig! (ds)

Bewertung:
9 von 10 Punkten

Käuflich erwerben könnt ihr das Album als CD oder Vinyl bei unserem Partner Naturmacht Productions!


Tracklist: 01. Cedar And Owls // 02. Mourning Comes At Sunset // 03. At The Foot Of The Red Mountains // 04. Old Oak // 05. Rotten Garden // 06. Grom // 07. Devotion To Lord (2020)


Review: Anheim – Märe Einer Alten Zeit

Anheim - Märe Einer Alten Zeit

Anheim – Märe Einer Alten Zeit

Band: Anheim
Album: Märe Einer Alten Zeit
Release: 31. Oktober 2020
Format: 4-Track EP
Laufzeit: 23:47 Min.
Label: Independent
Genre: Melodic Black Metal

Aus dem beschaulichen Würzburg erreichte uns kürzlich die Debüt-EP „Märe Einer Alten Zeit“ der aufstrebenden Black Metaller ANHEIM, welche sich unter anderem aus ehemaligen Mitgliedern von KAIN zusammensetzen.

Eingeleitet von einem kleinen Intro bricht dann auch augenblicklich die Hölle los, zieht der Opener „Surgoths Schwur“ doch alle Register tiefschwarzer Kunst. Extreme Blast-Beats treffen auf stimmungsvolle Melodiebögen und erzeugen so eine Symbiose eiskalter Anmut. Nachfolgender Track „Exodus“ steht dem in nichts nach, fällt aber insgesamt noch eine ganze Ecke härter und geradliniger aus, bevor es mit „Nevosia“ fast schon in doomige Gefilde geht. Den würdigen Abschluss läutet dann der stimmungsvoll beginnende Nackenbrecher „Loch Khan Otrov“ ein, der sich besonders durch seine intelligent eingesetzten Synthie Klänge abzuheben weiß, welche im extremen Kontrast zu den messerscharfen Riffs stehen.

Produziert und abgemischt wurde „Märe Einer Alten Zeit“ in den Pariah Music Studios in Euerbach. Der Sound ist druckvoll und mehr als ordentlich. Lediglich das Schlagzeug könnte nach meinem Empfinden ein wenig organischer klingen. Aber das ist eh Geschmackssache und fällt somit auch nicht weiter ins Gewicht.

Fazit: ANHEIM präsentieren sich von der Startlinie weg in absoluter Topform und können mit ihrer Debüt-EP auf ganzer Linie überzeugen. Ein vollständiges Album lässt hoffentlich nicht allzu lange auf sich warten. (ds)

Bewertung:
9 von 10 Punkten

Käuflich erwerben könnt ihr die EP als CD oder digitalen Download bei Bandcamp!


Tracklist: 01. Surgoths Schwur // 02. Exodus // 03. Nevosia // 04. Loch Khan Otrov


Review: Stormhunter – Ready For Boarding

Stormhunter - Ready For Boarding

Stormhunter – Ready For Boarding

Band: Stormhunter
Album: Ready For Boarding
Release: 18. Dezember 2020
Format: 4-Track EP
Laufzeit: 16:54 Min.
Label: G.U.C.
Genre: Power Metal

Um STORMHUNTER wurde es in den letzten Jahren verdammt still. Immerhin hat das letzte Album „An Eye For An I“ schon gut sechs Jahre auf dem Buckel. Umso erfreulicher, dass nun mit „Ready For Boarding“ wenigstens eine neue EP vorliegt.

Und vorliegende 4-Track EP hat es durchaus in sich, präsentiert sie die sympathischen Balinger doch in absoluter Höchstform. Eröffnet wird der Reigen mit dem stimmungsvollen Opener „Crown Of Creation“, den man stilistisch irgendwo zwischen RUNNING WILD und GRAVE DIGGER einordnen kann. Mit dem folgenden „Two Beers (Or Not Two Beers)“ muss man dann akute Ohrwurm-Gefahr ausrufen. Man spürt quasi mit jedem einzelnen Ton, wie viel Spaß die Jungs beim Schreiben des Songs gehabt haben müssen. Für mich jedenfalls eine der besten Underground-Hymnen in 2020. Mit „Sharp Invaders“ geht es dann in Richtung alter HELLOWEEN. Auch hier dominiert einmal mehr der absolute Spielspaß. Was allein das Gitarren-Duo Müller/Ulrich hier abliefert, kann man schon als ganz großes Kino bezeichnen. Mit dem abschließenden „Antisocial“ gibt es dann noch eine gelungene Coverversion, die verdammt nah an das Original von TRUST rankommt.

Aufgenommen und abgemischt wurde „Ready For Boarding“ von Christoph Brandes in den Iguana Studios. Das gelungene Cover Artwork stammt aus der Feder des Künstlers Timon Kokott.

Fazit: Selten hat mir eine EP so viel Spaß gemacht, wie dieses heiße Eisen aus Balingen. Auch nach 10 Durchläufen nutzt sich hier nichts ab. Bleibt nur zu hoffen, dass schon bald auch ein weiterer Longplayer folgt. STORMHUNTER machen nämlich regelrecht süchtig! (ds)

Bewertung:
9 von 10 Punkten

Käuflich erwerben könnt ihr die EP als CD oder Vinyl bei Amazon*!


Tracklist: 01. Crown Of Creation // 02. Two Beers (Or Not Two Beers) // 03. Sharp Invaders // 04. Antisocial