Kategorie: Reviews

Review: Imha Tarikat – Kara Ihlas


Imha Tarikat – Kara Ihlas

Imha Tarikat – Kara Ihlas

Band: Imha Tarikat
Album: Kara Ihlas
Release: 18. Januar 2019
Format: 8-Track LP
Laufzeit: 41:46 Min.
Label: Vendetta Records
Genre: Black Metal

Das Debüt von IMHA TARIKAT weiß von Anfang bis Ende zu fesseln. Hypnotische Riffs treffen auf ausgefeilte Melodien, welche sich auch nach etlichen Durchläufen niemals abnutzen wollen. Ganz im Gegenteil, kann man auf „Kara Ihlas“ auch nach mehrmaligen hören immer wieder neue Feinheiten entdecken. Abgerundet wird dies durch den sehr eigenwilligen aber ausdrucksstarken Gesang, der sich sehr gut ins Gesamtwerk einfügt. Besser geht es kaum! (ds)

Bewertung:
9,5 von 10 Punkten

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Tracklist: 01. I-I: Çökmüş Mühür (The Broken Seal) // 02. I-II: Akan Sır (The Flowing Wisdom) // 03. II-I: Omninihai Çözümü (Omni-Final Solution) // 04. II-II: Katarsis Vaazı (Catharsis Sermon) // 05. III-I: Şafaksız Rüya (Dawnless Dream) // 06. III-II: Kara Ihlas (Black Purity) // 07. III-III: Imha Tarikatı (Sect of Destruction) // 08. IV: Son Mistisizm (The Last Mysticism)


Review: Wer probt hat’s nötig – Die Geschichte der schlechtesten Band der Welt


Wer probt hat´s nötig: Die Geschichte der schlechtesten Band der Welt

Titel: Wer probt hat’s nötig: Die Geschichte der schlechtesten Band der Welt
Autor: Jonas Philipps
Veröffentlicht: 26. Oktober 2018
Format: Taschenbuch (296 Seiten)
Verlag: Books on Demand

Mit viel Wortwitz, Charme und einer gehörigen Portion Humor erzählt Jonas Philipps die Geschichte einer dritt- bis viertklassigen Metalband, welche von den ganz großen Bühnen dieser Welt träumt. Nicht nur Musiker, sondern auch jeder Metalhead dürfte großen Spaß beim Lesen dieser leichten aber stets authentischen Lektüre aus einer längst vergangenen Epoche haben. (ds)

Klappentext:
„Es ist ein Meilenstein der Musikgeschichte, als Paul und Mario ihre Band Biersaufesel gründen.
Die selbsternannte schlechteste Band der Welt begeistert nicht mit musikalischer Qualität. Doch mit wenig Talent, viel Herz und durchgeknallten Songtexten genießen sie in ihrem Heimatort Kultstatus.
Aber reicht das auch für den Sprung auf die große Bühne?
Begleiten Sie die vier jungen Männer auf ihrer mitreißenden Reise durch die Welt der Musik, den Anekdoten einer wilden Jugend und der Jagd nach den eigenen Träumen.“

Bewertung:
8 von 10 Punkten


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Review: Power Trip – Nightmare Logic


Power Trip - Nightmare Logic

Power Trip – Nightmare Logic

Band: Power Trip
Album: Nightmare Logic
Release: 24. Februar 2017
Format: 8-Track LP
Laufzeit: 32:38 Min.
Label: Southern Lord Recordings
Genre: Thrash Metal

Eines gleich vorweg: Dieses Album hätte auch im Jahre 1987 erscheinen können. Legten die texanischen Thrash Metaller POWER TRIP mit ihrem 2013er Debüt „Manifest Decimation“ die Messlatte schon gewaltig hoch an, muss man ihnen für „Nighmare Logic“ schon zu ihrem Meisterwerk gratulieren.

Vom ersten Song an hat man das Gefühl, es mit einem Klassiker des Genres zu tun zu haben. Der Opener „Soul Sacrifice“, eingeleitet von einem kleinen Intro und genialen Rhythmus Part, gibt auch sofort richtig Gas und lässt keinen Zweifel aufkommen, dass dies erst der Startschuss eines grandiosen, aber leider viel zu kurzen Hammer-Albums ist. Der folgende Track „Executioner’s Tax (Swing Of The Axe)“ unterstreicht dies auch sofort und lädt unweigerlich zum Headbangen ein. „Firing Squad“ gibt so richtig Gas und macht auch ansonsten alles richtig, während „Nightmare Logic“ wieder herrlich dazu einlädt, die Matte kreisen zu lassen und sehr an die guten alten HOLY MOSES zu „Finished With The Dogs“-Zeiten erinnert. Bei „Waiting Around To Die“ bediente man sich ganz frech bei NUCLEAR ASSAULT und huldigt allem Anschein nach der „The Plague“ EP. Besonders hervorheben möchte ich dabei den genialen Gitarrensound, welchen ich in dieser Form schon ewig nicht mehr hören durfte. Mit „Ruination“ wird das Tempo zu Beginn etwas rausgenommen um dann aber doch noch zu explodieren. Die beiden Tracks „If Not Us Then Who“ und „Crucifixation“ leiten leider schon das viel zu frühe Ende ein und bilden einen mehr als würdigen Abschluss eines großartigen Albums, welches ich jetzt schon zu den ganz großen Klassikern des Genres zählen möchte. Ich frage mich ernsthaft, wie POWER TRIP dieses perfekte Album jemals toppen wollen. Dies scheint mir nahezu unmöglich. Von daher bleibt mir nichts anderes übrig als die Höchstnote zu vergeben. Ehre wem Ehre gebührt… (ds)

Bewertung:
10 von 10 Punkten

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Tracklist: 01. Soul Sacrifice // 02. Executioner’s Tax (Swing Of The Axe) // 03. Firing Squad // 04. Nightmare Logic // 05. Waiting Around To Die // 06. Ruination // 07. If Not Us Then Who // 08. Crucifixation


Review: MadBrain – Retribution


MadBrain - Retribution

MadBrain – Retribution

Band: MadBrain
Album: Retribution
Release: 21. April 2017
Format: 8-Track LP
Laufzeit: 28:07 Min.
Label: Independent
Genre: Thrash/Death Metal

Satte sieben Jahre sind seit dem letzten Lebenszeichen der Wuppertaler Death-Thrasher MADBRAIN, in Form der EP „Fail Resist“, vergangen. Und auch das Besetzungskarussell drehte sich in dieser Zeit leider beständig. Mit den Neuzugängen Sebastian (git.) Lappen (dr.) und Stephan Weßling (b.) fand man im vergangenen Jahr endlich mehr als würdigen Ersatz und spielte den ersten Longplayer „Retribution“ ein.

Und dieser geht nach einem kurzen und witzigen Intro auch gleich in die Vollen. „Zombie Bukakke“ lässt keine Missverständnisse aufkommen, welche Marschrichtung man in der nächsten knapp halben Stunde erwarten darf. Vergleiche mit der Wuppertaler Thrash Metal Legende MORTAL REMAINS zwingen sich geradezu auf, was Aufgrund der beiden Neuzugänge Stephan Weßling und Lappen, welche jahrelang gemeinsam dort zockten, aber auch nicht verwundern sollte. „Virtues“ kann das sehr hohe Niveau des Openers leider nicht halten, stellt aber erfreulicherweise den einzigen Schwachpunkt des ganzen Albums dar. Schon der nächste Track „Aviator“ macht alles wieder wett und trumpft mit gut durchdachten Arangements auf. „Cult Of Death“ besticht mit coolen Bassläufen und abwechslungsreichen Vocals, welche von rotzigen Gekeife bis hin zu gutturalem Growling reichen und sich überhaupt positiv durch das ganze Album ziehen.

Das Beste kommt zum Schluss hat man sich im Hause MADBRAIN wohl gedacht, schrauben die letzten drei Songs das ohnehin schon hohe Niveau doch noch mal ordentlich nach oben. „MadBrain“ dürfte der eingängigste Track des Albums sein und bewegt sich häufiger mal im Midtempo-Bereich, was alles sehr angenehm auflockert. Auch hier muss man wieder lobend den Bass-Sound erwähnen, welcher sich freudig durch die Passagen knarzt, dass man sich mehr als einmal an die guten OVERKILL oder ganz alten NUCLEAR ASSAULT erinnert fühlt. Wenn man meint es geht nicht mehr, kommt „Retribution“ daher. Der Song ist ein absoluter Killer und geht voll auf die Zwölf. Für mich das absolute Highlight der Scheibe. Hier scheinen alle stärken der Band am besten vereint und harmonieren ungemein. Mit „Thrash Massacre“ bekommt man einen mehr als würdigen Rausschmeisser um die Ohren gefegt, welcher von den Vocals her schon eher im Death Metal Bereich anzusiedeln ist, was der Band ebenfalls sehr gut zu Gesicht steht.

Fazit: MADBRAIN überraschen mit einem wirklich saustarken Debüt, welches jetzt nur noch darauf wartet die (Live)Bretter dieser Welt zu erobern. Der Sound ist für eine Eigenproduktion mehr als amtlich und kommt sehr druckvoll rüber. Die Rythmus-Fraktion wirkt sehr homogen und aufeinander abgestimmt, während der Gesang sich angenehm vom Eineitsbrei vieler Thrash Metal Kapellen abhebt und seine Ambitionen unterstreicht, auch in Todesblei-Gefilden heimisch zu sein. Käuflich erwerben kann man „Retribution“ für 10 Schleifen im bandeigenen Facebook-Shop inkl. beiliegenden Digital Download Code. (ds)

Bewertung:
9 von 10 Punkten

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Tracklist: 01. Retrospective // 02. Zombie Bukakke // 03. Virtues // 04. Aviator // 05. Cult Of Death // 06. MadBrain // 07. Retribution // 08. Thrash Massacre


Review: Selfdevoured – Storm Of Wrath


Selfdevoured - Storm Of Wrath

Selfdevoured – Storm Of Wrath

Band: Selfdevoured
Album: Storm Of Wrath
Release: 03. April 2015
Format: 4-Track EP
Laufzeit: 16:32 Min.
Label: Independent
Genre: Death Metal

Die hoffnungsvolle Todesblei-Combo SELFDEVOURED aus Wuppertal hat auch schon ihre gut 12 Jahre auf dem Buckel, was uns bisher immerhin drei Veröffentlichungen bescherte. Das erste Demo (2007) sowie das darauffolgende Live-Demo (2008) sind mir leider nicht bekannt, weswegen ich mich völlig unbefangen auf vorliegendes 4-Track Demo konzentrieren kann, welches sich schon beim ersten Durchlauf sehr in die Synapsen frisst.

Schon der Opener „Infected“ macht unmissverständlich klar, dass man sich dem Todesblei der ganz alten (schwedischen) Schule verschrieben hat. Dies gewinnt bestimmt keinen Originalitätspreis, wird aber absolut glaubwürdig und kompromisslos umgesetzt. Auch die übrigen drei Songs wissen durchaus zu gefallen, wo ich vor allem den dritten Track „Desomorphine“ lobend hervorheben möchte, der mir irgendwie besonders viel Spaß macht. Die Gitarrenarbeit strauchelt zwar hier und da mal ein wenig, was aber durchaus einen gewissen Charme mit sich bringt und nicht unbedingt störend wirken muss.

Fazit: Unterm Strich ein durchaus gelungenes Lebenszeichen von SELFDEVOURED, welches große Lust auf weitere Schandtaten macht. (ds)

Bewertung:
8 von 10 Punkten

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Tracklist: 01. Infection // 02. Radiation // 03. Desomorphine // 04. Storm Of Wrath