Kategorie: Reviews

Review: Minas Morgul – Heimkehr

Minas Morgul - Heimkehr

Minas Morgul – Heimkehr

Band: Minas Morgul
Album: Heimkehr
Release: 23. April 2021
Format: 10-Track LP
Laufzeit: 45:32 Min.
Label: Trollzorn Records
Genre: Pagan Black Metal

Mit ihrem siebten Album „Heimkehr“ melden sich die Brandenburger MINAS MORGUL eindrucksvoll aus der Versenkung zurück.

Wie schon auf dem Vorgänger „Kult“ gehen MINAS MORGUL auch auf „Heimkehr“ sehr abwechslungsreich zur Sache. So ähnelt eigentlich kein Song dem Vorangegangenen, kann aber trotzdem mit allen Trademarks der Brandenburger auftrumpfen. Zu diesen darf man vor allem ein feines Gespür für atmosphärisch dichte Klangteppiche, gespickt mit hymnischen Melodien zählen. Obwohl „Heimkehr“ ein typisches Album ist, dass man möglichst an einem Stück durchhören sollte, heben sich zwei Songs doch ganz besonders ab. Da wäre zum einen das episch angehauchte „Weltenfall“ und zum anderen das atmosphärisch alles durchdringende „Dein Erwachen“ zu nennen. Ansonsten werden dem Hörer durch die Bank gute bis sehr gute Songs geboten, die auch mal die ein oder andere untypische Idee verarbeiten, ohne den MINAS MORGUL Kosmos wirklich zu verlassen.

Fazit: Im direkten Vergleich zum Vorgänger kann „Heimkehr“ das Rennen deutlich für sich entscheiden. Die Gründe dafür liegen wahrscheinlich darin verborgen, dass MINAS MORGUL das Kunststück fertiggebracht haben, Homogenität und Abwechslungsreichtum perfekt zu vereinen. (ds)

Bewertung:
8,5 von 10 Punkten

Käuflich erwerben könnt ihr das Album als CD, Vinyl oder digitalen Download bei Amazon*!


Tracklist: 01. Prolog: Sturm Aus Ost // 02. Heimkehr // 03. Niedergang // 04. Stein Um Stein // 05. Teufel // 06. Weltenfall // 07. Totenschiff // 08. V. F. // 09. Dein Erwachen // 10. Epilog: Tiefe Narben


Review: Endseeker – Mount Carcass

Endseeker - Mount Carcass

Endseeker – Mount Carcass

Band: Endseeker
Album: Mount Carcass
Release: 16. April 2021
Format: 9-Track LP
Laufzeit: 35:48 Min.
Label: Metal Blade Records
Genre: Death Metal

Nach zwei hochklassigen Alben steht mit „Mount Carcass“ nun schon die dritte Veröffentlichung der Hamburger Deather ENDSEEKER in den Startlöchern.

Der Death Metal alter schwedischer Schule wird immer wieder mit modernen Stilmitteln aufgelockert, was den Hamburgern unterm Strich eine gewisse Eigenständigkeit verleiht. Folgerichtig konnte man sich nach dem grandiosen Debüt, welches noch bei F.D.A.Records erschien, einen Deal bei Metal Blade Records erarbeiten.

Auch das neue Album klingt wie aus einem Guss und verzeichnet keinerlei Ausfälle. Egal ob man Stücke wie den bärenstarken Opener „Unholy Rites“, das treibende „Bloodline“ oder das eher gemäßigtere „Count The Dead“ nimmt. ENDSEEKER machen einfach nur Spaß und können nicht nur richtig gute Melodiebögen, sondern auch ein Dauerlächeln in das Gesicht des Hörers zaubern. Mit dem ungewöhnlichen John Carpenter Cover „Escape From New York“ hat man sogar noch eine faustdicke Überraschung in petto, die das Album würdig abschließt.

Fazit: Wer alte ENTOMBED oder BLOODBATH zu seinen Favoriten zählt, kann bei „Mount Carcass“ eigentlich blind zugreifen. ENDSEEKER dürften auf jeden Fall ihren Weg gehen und schon bald zur Speerspitze des Death Metal gezählt werden. (ds)

Bewertung:
8,5 von 10 Punkten

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Tracklist: 01. Unholy Rites // 02. Merciless Tide // 03. Bloodline // 04. Mount Carcass // 05. Count The Dead // 06. Cult // 07. Moribund // 08. Frantic Redemption // 09. Escape From New York


Review: Cannibal Corpse – Violence Unimagined

Cannibal Corpse - Violence Unimagined

Cannibal Corpse – Violence Unimagined

Band: Cannibal Corpse
Album: Violence Unimagined
Release: 16. April 2021
Format: 11-Track LP
Laufzeit: 42:48 Min.
Label: Metal Blade Records
Genre: Death Metal

Nach dem Überhammer „Red Before Black“ (2017), durfte man mit Spannung den Nachfolger „Violence Unimagined“ der US-Deather CANNIBAL CORPSE erwarten.

Erstmals mit an Bord ist Neuzugang Erik Rutan (HATE ETERNAL), der den ausgeschiedenen Pat O’Brien an der Gitarre ersetzt. Und so viel sei schon mal vorweggenommen: Er macht seine Sache richtig gut! Ohne Intro oder irgendwelchen Firlefanz geht es mit dem ultrabrutalen „Murderous Rampage“ dann auch sofort in die Vollen. Erwartungsgemäß haben CANNIBAL CORPSE nichts von ihrer Aggressivität eingebüßt und prügeln sich munter durch die gesamte Spielzeit von knapp 43 Minuten. Dabei geben sich superbe Blastbeats (Inhumane Harvest) und auch mal etwas groovigere Töne (Surround, Kill, Devour) die Klinke in die Hand. Mit „Overtorture“ haben die Kannibalen dann sogar noch eine Thrash-Granate im Gepäck, die nur noch Verwüstung zurücklässt.

Fazit: Erwartungsgemäß schafft es „Violence Unimagined“ zwar nicht in die übergroßen Fußstapfen des grandiosen Vorgängers, ist aber trotzdem ein sehr gutes Album geworden. Am wichtigsten aber ist die Erkenntnis, dass „Violence Unimagined“ zu 100 % Prozent CANNIBAL CORPSE ist! (ds)

Bewertung:
8,5 von 10 Punkten

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Tracklist: 01. Murderous Rampage // 02. Necrogenic Resurrection // 03. Inhumane Harvest // 04. Condemnation Contagion // 05. Surround, Kill, Devour // 06. Ritual Annihilation // 07. Follow The Blood // 08. Bound And Burned // 09. Slowly Sawn // 10. Overtorture // 11. Cerements Of The Flayed


Review: Monarch – Future Shock

Monarch - Future Shock

Monarch – Future Shock

Band: Monarch
Album: Future Shock
Release: 16. April 2021
Format: 10-Track LP
Laufzeit: 47:06 Min.
Label: Independent
Genre: Thrash Metal

Gut vier Jahre sind seit dem full-length Debüt „Go Forth… Slaughter“ der US-Thrasher MONARCH ins Land gestrichen. Mit „Future Shock“ liegt nun endlich der langersehnte Nachfolger vor.

Und schon der Opener „Blast The Seed“ geht keinerlei Kompromisse ein und weiß vor allem durch verspielte Gitarrenläufe und ein irrsinniges Tempo zu überzeugen. Ähnlich gelagert ist auch das pfeilschnelle „Khaos Warrior“, kann aber zusätzlich noch mit einem wahnsinnig guten Refrain auftrumpfen. Und so reiht sich hier Highlight an Highlight, als hätten die letzten mindestens dreißig Jahre gar nicht stattgefunden. Trotzdem wird hier nicht nur Altbekanntes neu aufgekocht, sondern auch genug eigenständige Akzente gesetzt. Stücke wie der eingängige Titeltrack, das verspielte „Shred Or Die!“ oder das extrem böse „Collision Of Bones“ sollten eigentlich jedes Thrasher-Herz vor Freude aufhüpfen lassen. Mit dem grandiosen „Metal Soul“ hat man sich einen der stärksten Songs dann sogar noch bis ganz zum Schluss aufgehoben.

Fazit: Mit „Future Shock“ können MONARCH ein ganz fettes Ausrufezeichen in die Thrash Metal Landschaft setzen. Wer auf spielfreudigen und pfeilschnellen Thrash Metal mit etlichen Speed Metal Anteilen steht, dürfte an „Future Shock“ kaum vorbeikommen. Pflichtkauf! (ds)

Bewertung:
9 von 10 Punkten

Käuflich erwerben könnt ihr das Album als digitalen Download bei Bandcamp!


Tracklist: 01. Blast The Seed // 02. Khaos Warrior // 03. Future Shock // 04. Nuclear Warfare // 05. Shred Or Die! // 06. Multiverse // 07. Fatal Vector // 08. Collision Of Bones // 09. Swarm Of The Whorenet // 10. Metal Soul


Review: Necronomicon – The Final Chapter

Necronomicon - The Final Chapter

Necronomicon – The Final Chapter

Band: Necronomicon
Album: The Final Chapter
Release: 26. März 2021
Format: 12-Track LP
Laufzeit: 45:58 Min.
Label: El Puerto Records
Genre: Thrash Metal

Die Thrash Metal-Urgesteine NECRONOMICON melden sich mit ihrem zehnten Album „The Final Chapter“ aus der Versenkung zurück.

Und auch das Besetzungskarussell hat sich in der Zwischenzeit fleißig gedreht. Verstärkt durch den ehemaligen EXCITER-Drummer Rik Charron und dem amerikanischen Solo-Gitarristen Glen Shannon ist aus NECRONOMICON plötzlich ein internationaler Act geworden. Besorgt muss man als Fan der Lörracher trotzdem nicht sein, fröhnt man mit dem neuen Material doch weiterhin dem Teutonenstahl alter Schule. So wischt schon der klasse auftrumpfende Opener „I Am The Violence“ alle möglichen Bedenken vom Tisch. Mehr noch ist hier eine deutliche Steigerung gegenüber den letzten Veröffentlichungen auszumachen. Stücke wie das stimmungsvoll beginnende „Purgatory“ oder das toll arangierte „Burning The Fury“ machen jedenfalls verdammt viel richtig und haben mächtig Feuer im Arsch. Weitere Highlights sind das sehr eingängige „Spilling Blood“, das stark an TESTAMENT erinnernde „Selling Nightmares“ und der fulminante Nackenbrecher „Me Against You“.

Fazit: Der Besetzungswechsel tat NECRONOMICON spürbar gut, gehört das neue Material doch mit zum Besten, welches die Band je veröffentlicht hat. Thrash-Puristen dürften an „The Final Chapter“ somit kaum vorbeikommen. Großartig! (ds)

Bewertung:
9 von 10 Punkten

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Tracklist: 01. I Am The Violence // 02. The Final Chapter // 03. Wall Of Pain // 04. Purgatory // 05. Burning The Fury // 06. Spilling Blood // 07. Selling Nightmares // 08. World On Fire // 09. The Devil’s Tears // 10. The Unnamed // 11. Me Against You // 12. Stormreaper