Kategorie: Reviews

Review: Flotsam And Jetsam – Blood In The Water

Flotsam And Jetsam - Blood In The Water

Flotsam And Jetsam – Blood In The Water

Band: Flotsam And Jetsam
Album: Blood In The Water
Release: 04. Juni 2021
Format: 12-Track LP
Laufzeit: 52:29 Min.
Label: AFM Records
Genre: Power/Thrash Metal

Die Zeit der großen Experimente scheint endgültig vorbei, liefern FLOTSAM AND JETSAM mittlerweile doch kontinuierlich Alben traditioneller Spielart ab. Auch der neuste Output „Blood In The Water“ soll da keine Ausnahme bilden.

Und schon der wahnsinnig aggressive Titeltrack macht keinerlei Gefangene und kann darüber hinaus noch mit einem sehr eingängigen Refrain auftrumpfen. Doch wer jetzt glaubt, damit wäre das ganze Pulver schon verschossen, wird mit dem etwas komplexeren „Burn The Sky“ sofort vom Gegenteil überzeugt. Generell sind auf „Blood In The Water“ keine Ausfälle zu verzeichnen. Ganz im Gegenteil geben sich hier die Highlights quasi die Klinke in die Hand. Egal ob man die abwechslungsreiche Speedgranate „Brace For Impact“ oder das etwas gemäßigtere „Walls“ nimmt: FLOTSAM AND JETSAM ziehen hier alle Register in Sachen perfektes Songwriting.

Es scheint so, als könnte dem sympathischen Quintett auf dem Zenit ihres Schaffens doch noch der langersehnte Durchbruch gelingen. Mir fällt ehrlicherweise auch kaum eine andere Band ein, die es mehr verdient hätte. War der Vorgänger „The End Of Chaos“ schon sehr stark, kann man „Blood In The Water“ getrost das Prädikat „Weltklasse“ verleihen. Hier passt einfach jede verdammte Note. Stücke wie das treibende „Too Many Lives“ oder die gefühlvolle Halbballade „Cry For The Dead“ schüttelt man sich jedenfalls nicht alle Tage aus dem Handgelenk. Besondere Erwähnung verdient auch noch der sehr außergewöhnlich arrangierte Kracher „Reaggression“. Wer hier keine Gänsehaut bekommt, sollte überprüfen, ob er überhaupt noch lebt.

Fazit: FLOTSAM AND JETSAM können auf „Blood In The Water“ auf ganzer Linie überzeugen. Perfektes Songwriting trifft hier auf unbändige Spielfreude. Ein ganz heißer Kandidat auf den Titel „Album des Jahres“! (ds)

Bewertung:
10 von 10 Punkten

Käuflich erwerben könnt ihr das Album als CD, Vinyl oder digitalen Download bei Amazon* oder unserem Partner AFM Records!


Tracklist: 01. Blood In The Water // 02. Burn The Sky // 03. Brace For Impact // 04. A Place To Die // 05. The Walls // 06. Cry For The Dead // 07. The Wicked Hour // 08. Too Many Lives // 09. Grey Dragon // 10. Reaggression // 11. Undone // 12. Seven Seconds ´til The End Of The World


Review: Heavy Sentence – Bang To Rights

Heavy Sentence - Bang To Rights

Heavy Sentence – Bang To Rights

Band: Heavy Sentence
Album: Bang To Rights
Release: 28. Mai 2021
Format: 10-Track LP
Laufzeit: 36:28 Min.
Label: Dying Victims Productions
Genre: Heavy Metal

Nach zwei EPs (2017 + 2018) und einer Compilation (2019) liegt mit „Bang To Rights“ nun endlich das erste volle Album der Schwermetaller HEAVY SENTENCE vor.

Mit dem Opener „Medusa“ geht es dann auch in bester NWOBHM-Tradition los. Dabei vereinen die Briten rotzige Rock ‚N‘ Roll Elemente à la MOTÖRHEAD mit hymnischen Großtaten alter TANK. Musikalischen Geschmack beweisen die Jungs also schon mal. Glücklicherweise entpuppen sich HEAVY SENTENCE dann sogar noch als großartige Songwriter, die den Hörer mit viel Charme und Herzblut auf eine Zeitreise in die frühen 80er mitnehmen. Stücke wie das selbst betitelte „Heavy Sentence“ oder das gut nach vorne peitschende „Edge Of The Knife“ stehen alten Klassikern jedenfalls in nichts nach und machen verdammt viel Spaß. Mit den letzten Klängen von „Broken Hearts“ verspürt man dann nur noch einen Wunsch: Das Album direkt wieder von vorne zu hören!

Fazit: Mit „Bang To Rights“ beweisen HEAVY SENTENCE dass klassischer Heavy Rock auch 2021 noch durchaus neue Akzente setzen kann. Auf den weiteren Werdegang der Jungs darf man gespannt sein. (ds)

Bewertung:
8,5 von 10 Punkten

Käuflich erwerben könnt ihr das Album als CD, Vinyl oder digitalen Download bei Amazon* oder unserem Partner Dying Victims Productions!


Tracklist: 01. Medusa // 02. Cold Reins // 03. Age Of Fire // 04. Edge Of The Knife // 05. Capitoline Hill // 06. Heavy Sentence // 07. On The Run // 08. Wicked Lady // 09. Possession // 10. Broken Hearts


Review: Vulture – Dealin‘ Death

Vulture - Dealin' Death

Vulture – Dealin‘ Death

Band: Vulture
Album: Dealin‘ Death
Release: 21. Mai 2021
Format: 10-Track LP
Laufzeit: 42:21 Min.
Label: Metal Blade Records
Genre: Speed Metal

Nach zwei großartigen Alben (2017 + 2019) wollen die Dortmunder Speed-Metaller VULTURE auch mit ihrem Drittwerk „Dealin‘ Death“ nichts anbrennen lassen.

Eingeleitet von einem kurzen Intro, kann sich der Hörer schon bei den ersten Klängen des starken Openers „Malicious Souls“ davon überzeugen, dass VULTURE stilistisch keinen Zentimeter von ihrem eingeschlagenen Weg abweichen. Und doch ist auf „Dealin‘ Death“, im direkten Vergleich zum Vorgänger, einiges anders. So fällt das neue Material insgesamt doch deutlich abwechslungsreicher aus. Mal geht man dabei etwas rhythmischer (Below The Mausoleum), mal auch etwas experimenteller (The Court Of Caligula) zur Sache. Aber auch die gewohnten Speed-Granaten kommen natürlich nicht zu kurz. Stücke wie „Count Your Blessings“ oder das fast schon thrashige „Multitudes Of Terror“ dürften diesbezüglich mit zu den Besten gehören, welche VULTURE je geschrieben haben.

Fazit: VULTURE können auf „Dealin‘ Death“ vor allem mit viel Abwechslung und gut durchdachtem Songwriting punkten. Im direkten Vergleich zum Vorgänger sind die Songs nicht nur eingängiger, sondern auch deutlich spannender arrangiert. So macht Speed Metal Spaß! (ds)

Bewertung:
9 von 10 Punkten

Käuflich erwerben könnt ihr das Album als CD, Vinyl oder digitalen Download bei Amazon*!


Tracklist: 01. Danger Is Imminent // 02. Malicious Souls // 03. Count Your Blessings // 04. Gorgon // 05. Star-Crossed City // 06. Flee The Phantom // 07. Below The Mausoleum // 08. Dealin‘ Death // 09. Multitudes Of Terror // 10. The Court Of Caligula


Review: Lucifuge – Infernal Power

Lucifuge - Infernal Power

Lucifuge – Infernal Power

Band: Lucifuge
Album: Infernal Power
Release: 30. April 2021
Format: 10-Track LP
Laufzeit: 34:32 Min.
Label: Dying Victims Productions
Genre: Blackened Thrash Metal

Konnten die Blackened Thrasher LUCIFUGE in der Vergangenheit schon des Öfteren den Underground aufmischen, soll mit dem neuen Album „Infernal Power“ nun der nächste große Schritt erfolgen.

Und die Voraussetzungen dafür sind gar nicht mal so schlecht, konnten die Bremer doch jüngst beim aufstrebenden Label Dying Victims Productions unterzeichnen. Haben sich LUCIFUGE in ihren Anfangstagen noch vollkommen dem Black Metal der ersten Welle verschrieben, kamen im Laufe der Zeit immer mehr Thrash Metal Elemente hinzu. So gestaltet sich auch „Infernal Power“ als eine natürliche Weiterentwicklung zum grandiosen Vorgänger „The One Great Curse“, der noch ein Stück weit mehr dem Black Metal zugewandt war.

Schon mit den ersten Klängen des eröffnenden Titeltracks springt dem Hörer die geballte Blackened Thrash-Attitüde förmlich ins Gesicht. Schreddernde Gitarren und rotzige Vocals treffen auf unzählige tiefschwarze und genretypische Klischees. Was LUCIFUGE aber von vielen Bands dieses Genres abhebt, ist ihre Art des Songaufbaus. Hier geht es nicht einfach nur nach dem Schema Strophe – Refrain – Strophe – Refrain. Vielmehr haben die einzelnen Songs wirklich etwas zu erzählen und sind gespickt mit tollen Ideen und Zitaten. So kristallisieren sich Songs wie „Black Battalions“ oder das kultige „Black Light Of The Evening Star“ zu wahren Ohrwürmern, an denen man sich einfach nicht „satt“ hören kann. Da erfreulicherweise auch das restliche Material vollends überzeugen kann, mag man vor Freude fast schon weinen. Mit „Good As It Is“ hat man dann sogar noch ein sehr kultiges Cover der japanischen Hardcore Punks G.I.S.M. im Gepäck.

Fazit: Die Entpuppung von der gefräßigen Raupe zum strahlenden Schmetterling scheint endgültig abgeschlossen zu sein. LUCIFUGE überzeugen auf „Infernal Power“ mit viel Spielwitz und Esprit. Freunde von BATHORY oder MIDNIGHT dürften hier locker einen neuen (un)heiligen Gral finden. Mehr als nur ein Geheimtipp! (ds)

Bewertung:
9,5 von 10 Punkten

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Tracklist: 01. Infernal Power // 02. Leviathan Arise // 03. Black Battalions // 04. Temples Of Madness // 05. Heresy Shall Remain // 06. Beneath The Eyes Of The Black Flame // 07. Black Light Of The Evening Star // 08. The Doors Of Hell May Shake // 09. Good As It Is (G.I.S.M. Cover) // 10. Midnight Sun


Review: Bunker 66 – Beyond The Help Of Prayers

Bunker 66 - Beyond The Helpf Of Prayers

Bunker 66 – Beyond The Help Of Prayers

Band: Bunker 66
Album: Beyond The Help Of Prayers
Release: 30. April 2021
Format: 9-Track LP
Laufzeit: 31:56 Min.
Label: Dying Victims Productions
Genre: Blackened Thrash Metal

Kaum eine andere Band konnte sich kon­ti­nu­ier­lich so sehr steigern wie die Blackened Thrasher BUNKER 66. Mit ihrem bereits vierten Album „Beyond The Help Of Prayers“ soll diese Erfolgsgeschichte nun fortgesetzt werden.

Was schon beim grandiosen Opener „Lair Of The Profaner“ sofort auffällt: BUNKER 66 kokettieren – noch mehr als schon in der Vergangenheit – mit melodiösen Speed Metal Elementen. Dafür wird noch nicht mal vor cleanen Vocals zurückgeschreckt, die den Italienern allerdings überraschend gut zu Gesicht stehen. Aber auch die alt bewährten Trademarks werden auf „Beyond The Help Of Prayers“ immer noch zur Genüge bedient. So knallt zum Beispiel schon das nachfolgende „The Blackest Of Omens“ in bester BUNKER 66 Tradition aus den Boxen. Damien Thornes keifender Gesang trifft dabei auf J.J. Priestkillers sägenden Gitarrensound, der nicht nur alles in Grund und Boden stampft, sondern darüber hinaus mit einem exzellenten Soli auftrumpfen kann. Gänsehaut garantiert!

Und so geben sich auf „Beyond The Help Of Prayers“ alte und neue Einflüsse regelrecht die Klinke in die Hand, was das Album extrem abwechslungsreich gestaltet. Überhaupt muss man den Italienern auch instrumental mal wieder eine enorme Weiterentwicklung bescheinigen. So Stücke wie das speedige „At Our Master’s Behest“ oder das fast schon in bester NWOBHM Manier auftrumpfende „Malicious…Seditious…“ schüttelt man sich jedenfalls nicht so nebenher aus dem Ärmel. Da müssen schon eine Menge Blut, Schweiß und Tränen geflossen sein.

Fazit: BUNKER 66 können sich auf „Beyond The Help Of Prayers“ erneut steigern und liefern ihr bis dato stärkstes und abwechslungsreichstes Album ab. Freunde geschwärzten Thrash Metals können hier bedenkenlos zugreifen. Das Album dankt es mit viel Charme, Spielwitz und tollen Melodien. (ds)

Bewertung:
9 von 10 Punkten

Käuflich erwerben könnt ihr das Album als CD, Vinyl oder digitalen Download bei unserem Partner Dying Victims Productions!


Tracklist: 01. To The Gates Of Death – Lair Of The Profaner // 02. The Blackest Of Omens // 03. The Rite Of The Goat // 04. Summon The Evil Lords // 05. At Our Master’s Behest // 06. Malicious… Seditious… // 07. Regret Every Breath // 08. Die On Monday // 09. Beyond The Help Of Prayers