Kategorie: Reviews

Review: Grima – Rotten Garden

Grima - Rotten Garden

Grima – Rotten Garden

Band: Grima
Album: Rotten Garden
Release: 21. Januar 2020
Format: 7-Track LP
Laufzeit: 43:28 Min.
Label: Naturmacht Productions
Genre: Atmospheric Black Metal

Alle zwei Jahre beglücken uns die Russen GRIMA mit ihrem atmosphärischen Black Metal der Extraklasse. Mit „Rotten Garden“ steht nun das vierte Album in den Startlöchern.

Und schon beim Opener „Cedar And Owls“ stechen alle gewohnten Trademarks der Russen hervor. Verträumte Melodien treffen auf eine eiskalte Atmosphäre, die den Hörer in finstere Sphären entführen. Stücke wie das mit Synthie-Teppichen unterlegte „Mourning Comes At Sunset“ oder der epische Titeltrack verlieren auch nach mehrmaligen Durchlauf nichts von ihrer Faszination und laden immer wieder ein, neue Nuancen zu entdecken.

Fazit: Auch auf „Rotten Garden“ lassen GRIMA nichts anbrennen, sondern brennen lieber direkt alles nieder. Wer auf intensiven atmosphärischen Black Metal abfährt, dürfte kaum an diesem Album vorbeikommen. Großartig! (ds)

Bewertung:
9 von 10 Punkten

Käuflich erwerben könnt ihr das Album als CD oder Vinyl bei unserem Partner Naturmacht Productions!


Tracklist: 01. Cedar And Owls // 02. Mourning Comes At Sunset // 03. At The Foot Of The Red Mountains // 04. Old Oak // 05. Rotten Garden // 06. Grom // 07. Devotion To Lord (2020)


Review: Anheim – Märe Einer Alten Zeit

Anheim - Märe Einer Alten Zeit

Anheim – Märe Einer Alten Zeit

Band: Anheim
Album: Märe Einer Alten Zeit
Release: 31. Oktober 2020
Format: 4-Track EP
Laufzeit: 23:47 Min.
Label: Independent
Genre: Melodic Black Metal

Aus dem beschaulichen Würzburg erreichte uns kürzlich die Debüt-EP „Märe Einer Alten Zeit“ der aufstrebenden Black Metaller ANHEIM, welche sich unter anderem aus ehemaligen Mitgliedern von KAIN zusammensetzen.

Eingeleitet von einem kleinen Intro bricht dann auch augenblicklich die Hölle los, zieht der Opener „Surgoths Schwur“ doch alle Register tiefschwarzer Kunst. Extreme Blast-Beats treffen auf stimmungsvolle Melodiebögen und erzeugen so eine Symbiose eiskalter Anmut. Nachfolgender Track „Exodus“ steht dem in nichts nach, fällt aber insgesamt noch eine ganze Ecke härter und geradliniger aus, bevor es mit „Nevosia“ fast schon in doomige Gefilde geht. Den würdigen Abschluss läutet dann der stimmungsvoll beginnende Nackenbrecher „Loch Khan Otrov“ ein, der sich besonders durch seine intelligent eingesetzten Synthie Klänge abzuheben weiß, welche im extremen Kontrast zu den messerscharfen Riffs stehen.

Produziert und abgemischt wurde „Märe Einer Alten Zeit“ in den Pariah Music Studios in Euerbach. Der Sound ist druckvoll und mehr als ordentlich. Lediglich das Schlagzeug könnte nach meinem Empfinden ein wenig organischer klingen. Aber das ist eh Geschmackssache und fällt somit auch nicht weiter ins Gewicht.

Fazit: ANHEIM präsentieren sich von der Startlinie weg in absoluter Topform und können mit ihrer Debüt-EP auf ganzer Linie überzeugen. Ein vollständiges Album lässt hoffentlich nicht allzu lange auf sich warten. (ds)

Bewertung:
9 von 10 Punkten

Käuflich erwerben könnt ihr die EP als CD oder digitalen Download bei Bandcamp!


Tracklist: 01. Surgoths Schwur // 02. Exodus // 03. Nevosia // 04. Loch Khan Otrov


Review: Stormhunter – Ready For Boarding

Stormhunter - Ready For Boarding

Stormhunter – Ready For Boarding

Band: Stormhunter
Album: Ready For Boarding
Release: 18. Dezember 2020
Format: 4-Track EP
Laufzeit: 16:54 Min.
Label: G.U.C.
Genre: Power Metal

Um STORMHUNTER wurde es in den letzten Jahren verdammt still. Immerhin hat das letzte Album „An Eye For An I“ schon gut sechs Jahre auf dem Buckel. Umso erfreulicher, dass nun mit „Ready For Boarding“ wenigstens eine neue EP vorliegt.

Und vorliegende 4-Track EP hat es durchaus in sich, präsentiert sie die sympathischen Balinger doch in absoluter Höchstform. Eröffnet wird der Reigen mit dem stimmungsvollen Opener „Crown Of Creation“, den man stilistisch irgendwo zwischen RUNNING WILD und GRAVE DIGGER einordnen kann. Mit dem folgenden „Two Beers (Or Not Two Beers)“ muss man dann akute Ohrwurm-Gefahr ausrufen. Man spürt quasi mit jedem einzelnen Ton, wie viel Spaß die Jungs beim Schreiben des Songs gehabt haben müssen. Für mich jedenfalls eine der besten Underground-Hymnen in 2020. Mit „Sharp Invaders“ geht es dann in Richtung alter HELLOWEEN. Auch hier dominiert einmal mehr der absolute Spielspaß. Was allein das Gitarren-Duo Müller/Ulrich hier abliefert, kann man schon als ganz großes Kino bezeichnen. Mit dem abschließenden „Antisocial“ gibt es dann noch eine gelungene Coverversion, die verdammt nah an das Original von TRUST rankommt.

Aufgenommen und abgemischt wurde „Ready For Boarding“ von Christoph Brandes in den Iguana Studios. Das gelungene Cover Artwork stammt aus der Feder des Künstlers Timon Kokott.

Fazit: Selten hat mir eine EP so viel Spaß gemacht, wie dieses heiße Eisen aus Balingen. Auch nach 10 Durchläufen nutzt sich hier nichts ab. Bleibt nur zu hoffen, dass schon bald auch ein weiterer Longplayer folgt. STORMHUNTER machen nämlich regelrecht süchtig! (ds)

Bewertung:
9 von 10 Punkten

Käuflich erwerben könnt ihr die EP als CD oder Vinyl bei Amazon*!


Tracklist: 01. Crown Of Creation // 02. Two Beers (Or Not Two Beers) // 03. Sharp Invaders // 04. Antisocial


Review: Dormanth – Complete Downfall

Dormanth - Complete Downfall

Dormanth – Complete Downfall

Band: Dormanth
Album: Complete Downfall
Release: 15. Dezember 2020
Format: 11-Track LP
Laufzeit: 42:15 Min.
Label: Xtreem Music
Genre: Melodic Death Metal

Seit ihrer Comeback-EP „Voice Of The Soul… Under The Tears Of Sun“ liefern die Melo-Deather DORMANTH kontinuierlich hochklassige Veröffentlichungen ab. Mit Spannung durfte man also den vierten Longplayer „Complete Downfall“ erwarten.

Mit dem bärenstarken Opener „Dreamcatcher“ wird die Messlatte dann auch direkt mal ganz hoch angesetzt. Brachiale Urgewalten treffen auf intensive Melodiebögen und ergeben ein Gesamtpaket, welches den geneigten Hörer so schnell nicht mehr loslassen wird. Aber auch Stücke wie „Fire“, „Beyond The Gates“ oder das etwas gemäßigtere „Tragicomic Day“ bringen alle Zutaten mit, nach denen sich eigentlich jeder Melodic Death Metal Jünger die Hände reiben dürfte. Einziger wirklicher Ausfall ist das etwas zu bieder geratene „The Origin“, welches auch nach mehrmaligen Versuchen einfach nicht zünden möchte. Dies ist aber nicht weiter tragisch, da das restliche Material mehr als nur entschädigt. So haben die Spanier mit „Dark Times For The God’s Creation“ und dem doomigen Rausschmeißer „Bloody Scars“ noch zwei sehr hervorstechende Nummern im Gepäck.

Produziert wurde „Complete Downfall“ von Pedro J. Monge (Vhäldemar) in den Chromaticity Studios.

Fazit: Die Spanier beweisen auf „Complete Downfall“ einmal mehr ihr feines Gespür für tolle Melodien und brachiale Härte. Wem AMON AMARTH zu kommerziell und DARK TRANQUILLITY zu soft geworden sind, könnte in DORMANTH durchaus seinen neuen heiligen Gral finden. Daumen hoch! (ds)

Bewertung:
9 von 10 Punkten

Käuflich erwerben könnt ihr das Album als CD oder digitalen Download bei Bandcamp!


Tracklist: 01. Dreamcatcher // 02. Fire // 03. Tragicomic Day // 04. Beyond The Gates // 05. Odyssey In Time // 06. The Origin // 07. Dark Times For The God’s Creation // 08. -273° K // 09. Brainstorm // 10. Crystal Bone // 11. Bloody Scars


Review: Satan’s Fall – Final Day


Satan's Fall - Final Day

Satan’s Fall – Final Day

Band: Satan’s Fall
Album: Final Day
Release: 11. Dezember 2020
Format: 8-Track LP
Laufzeit: 36:06 Min.
Label: High Roller Records
Genre: Heavy/Speed Metal

Nach der Compilation „Past Off“, welche alle bisherigen Aufnahmen beinhaltet, liegt nun endlich auch das „Final Day“ betitelte Debüt der finnischen Heavy/Speed Metal Hoffnung SATAN’S FALL vor.

Beginnend mit dem sowohl geradlinigen als auch eingängigen Opener „Forever Blind“ wird in den nächsten gut 36 Minuten ein ganzes Arsenal an hochwertigen Kompositionen abgefeuert. Stücke wie das recht abwechslungsreiche „They Come Alive“ oder das mit treibenden Gitarren gesegnete „Retribution“ ziehen jedenfalls alle Register schwermetallischer Kunst. Dabei bewegt man sich irgendwo in der Schnittmenge alter ACCEPT und PRETTY MAIDS, ohne auch nur annähernd altbacken oder abkupfernd zu klingen. Da man mit „Juggernaut“ und „There Will Be Blood“ auch noch zwei potenzielle Hits am Start hat, zeigt der Daumen hier ganz steil nach oben.

Besondere Erwähnung verdient außerdem noch der atemberaubende Gesang von Frontmann Miika Kokko, dem niemals die Luft auszugehen scheint. Abgemischt und gemastert wurde das in Eigenregie aufgenommene Material von Mika Jussila in den Finnvox Studios. Textlich geht es laut Mitbegründer Tomi Mäenpää um „Sterblichkeit und Durchhaltevermögen trotz der Knüppel, die uns das Leben zwischen die Beine wirft.“

Fazit: SATAN’S FALL liefern mit „Final Day“ eine der ganz großen Überraschungen des schon bald scheidenden Jahres 2020 ab. Wer auf guten alten Heavy/Speed Metal abfährt, der trotzdem frisch und innovativ vorgetragen wird und darüber hinaus auch noch mit tollen Melodien zu begeistern weiß, wird hier bestens bedient. (ds)

Bewertung:
9,5 von 10 Punkten

Käuflich erwerben könnt ihr das Album als CD oder digitalen Download bei Amazon* oder unserem Partner High Roller Records!


Tracklist: 01. Forever Blind // 02. Madness (Finds A Way) // 03. They Come Alive // 04. Retribution // 05. Juggernaut // 06. There Will Be Blood // 07. The Flamekeeper // 08. Final Day