Kategorie: Reviews

Review: Godsnake – Poison Thorn


Godsnake - Poison Thorn

Godsnake – Poison Thorn

Band: Godsnake
Album: Poison Thorn
Release: 23. Oktober 2020
Format: 10-Track LP
Laufzeit: 50:13 Min.
Label: Massacre Records
Genre: Modern Groove/Thrash Metal

Konnten die Hamburger GODSNAKE schon auf einigen Festivals und als Support für MOTORJESUS auf sich aufmerksam machen, steht mit „Poison Thorn“ nun ihr erster Longplayer in den Startlöchern.

Und schon der eingängige Opener „Urge To Kill“ zeigt auf, wohin die Reise in den nächsten 50 Minuten gehen wird. Ganz im Stil guter alter TRIVIUM bekommt man hier wahre Riffgewitter mit langanhaltendem Eindruck um die Ohren gehauen. Oft geht man dabei eher groovig (Poison Thorn), seltener auch brachial (Blood Brotherhood) zur Sache, legt aber stets großen Wert auf einprägsame Melodien. So kommt dieses starke Debüt letztendlich auch ohne größere Ausfälle über die Ziellinie. Besonders erwähnenswert sind dabei noch das mit tollem Refrain daherkommende „Sound Of The Broken“, sowie das sehr gefühlvolle „Darkness“.

Produziert und abgemischt wurde „Poison Thorn“ von Lasse Lammert in den LSD- Studios. Das Coverartwork stammt von Björn Gooßes / Killustrations.

Fazit: Wer auf modernen Metal mit eingängigen Riffs und schmissigen Hooks abfährt, dürfte an GODSNAKE kaum vorbeikommen. Die Hamburger Jungs beweisen auf „Poison Thorn“, dass in Zukunft schwer mit ihnen zu rechnen ist. (ds)

Bewertung:
8,5 von 10 Punkten

Käuflich erwerben könnt ihr das Album als CD oder digitalen Download bei Amazon* und unserem Partner Massacre Records!


Tracklist: 01. Urge To Kill // 02. Poison Thorn // 03. Sound Of The Broken // 04. We Disagree // 05. Stone The Crow // 06. Darkness // 07. You Gotta Pay // 08. Blood Brotherhood // 09. Hellbound Ride // 10. This Is The End


Review: Old Mother Hell – Lord Of Demise


Old Mother Hell - Lord Of Demise

Old Mother Hell – Lord Of Demise

Band: Old Mother Hell
Album: Lord Of Demisee
Release: 23. Oktober 2020
Format: 8-Track LP
Laufzeit: 38:29 Min.
Label: Cruz del Sur Music
Genre: Epic Doom/Heavy Metal

Nach ihrem selbst betitelten Debüt in 2017 wollen die Epic Doomster OLD MOTHER HELL mit ihrem Zweitwerk „Lord Of Demise“ nun die nächste große Hürde nehmen.

Und dieses Unterfangen könnte sich durchaus positiv gestalten, bringt das Mannheimer Trio doch alles mit, was das Epic Doom Metal-Herz höher schlagen lässt. Knackige Rhythmen, eingängige Melodien und eine gehörige Portion Eigenständigkeit sind die Zutaten, die OLD MOTHER HELL besonders auszeichnen. Und wer so tolle Stücke im Gepäck hat, wie zum Beispiel den geradlinigen Opener „Betrayal At The Sea“ oder das mit genialen Hooklines gesegnete „Edge Of Time“, darf durchaus zuversichtlich in die Zukunft blicken. Mit dem sehr eingängigen „Shadows Within“ hat man sich das beste Stück dann bis fast ganz zum Schluss aufgehoben. Galoppierende Gitarren treffen auf die charismatischen Gesangslinien von Frontmann Bernd Wener und erzeugen eine Atmosphäre, die ihresgleichen sucht. Für mich das absolute Highlight der Scheibe.

Aufgenommen und abgemischt wurde „Lord Of Demise“ im Rama Tonstudio in Mannheim von Jens Seifert. Alle Stücke wurden live eingespielt, was heutzutage eher ungewöhnlich ist, hier aber bestens funktioniert.

Fazit: Auf ihrem Zweitwerk gehen OLD MOTHER HELL keine Kompromisse ein und zelebrieren genau die Musik, auf die sie selbst auch Bock haben. Und das hört man dem Material durchaus an. Sehr stark! (ds)

Bewertung:
8,5 von 10 Punkten

Käuflich erwerben könnt ihr das Album als CD bei Amazon* und Bandcamp!


Tracklist: 01. Betrayal At The Sea // 02. Avenging Angel // 03. Lord Of Demise // 04. Estranged // 05. Edge Of Time // 06. Shadows Within // 07. Another Fallen Saviour // 08. Finally Free


Review: Glacier – The Passing Of Time


Glacier - The Passing Of Time

Glacier – The Passing Of Time

Band: Glacier
Album: The Passing Of Time
Release: 30. Oktober 2020
Format: 8-Track LP
Laufzeit: 40:10 Min.
Label: No Remorse Records
Genre: Heavy/Power Metal

Nach diversen Demos und einer selbst betitelten EP in den 80ern war es lange Zeit still um die US-Amerikaner GLACIER. Dies soll sich mit dem Full-Length-Debüt „The Passing Of Time“ nun ändern.

Insgesamt acht neue Songs haben die Portlander seit ihrer Reunion 2016 aufgenommen. Und schon der Opener „Eldest And Truest“ lässt die Kinnlade ganz weit herunterklappen. Feinster US Metal in Reinkultur ebnet sich den Weg in die Gehörgänge. Dabei klingt man trotz aller 80er Attitüden überraschend frisch und unverbraucht. Und so reiht sich hier Perle an Perle, dass man sich unweigerlich fragt, warum GLACIER nicht schon früher durchgestartet sind. Wäre dieses Album so in den 80ern herausgekommen, würde man „The Passing Of Time“ unter Garantie in einem Atemzug mit den ganz großen Genre-Klassikern aufzählen.

Stücke wie „Live For The Whip“ oder das gefühlvoll beginnende „Sands Of Time“ ziehen jedenfalls alle Register schwermetallischer Kunst und holen den Hörer darüber hinaus mit sehr viel Charme und Esprit ab. Nicht selten fühlt man sich an das grandiose Debüt von HITTMAN erinnert. Mit dem nostalgisch anmutenden „Infidel“ hat man dann sogar noch einen potenziellen Song des Jahres im Gepäck. Banger-Herz, was willst du mehr?

Fazit: Mit „The Passing Of Time“ gelingt GLACIER nicht nur ein saustarkes Debüt, sondern vielleicht auch die größte Überraschung der letzten Jahre. Besser geht es nicht! (ds)

Bewertung:
10 von 10 Punkten

Käuflich erwerben könnt ihr das Album als CD und Vinyl bei Amazon* oder unserem Partner No Remorse Records!


Tracklist: 01. Eldest And Truest // 02. Live For The Whip // 03. Ride Out // 04. Sands Of Time // 05. Valor // 06. Into The Night // 07. Infidel // 08. The Temple And The Tomb


Review: Invincible Force – Decomposed Sacramentum


Invincible Force - Decomposed Sacramentum

Invincible Force – Decomposed Sacramentum

Band: Invincible Force
Album: Decomposed Sacramentum
Release: 22. Oktober 2020
Format: 9-Track LP
Laufzeit: 27:02 Min.
Label: Dark Descent Records
Genre: Blackened Death/Thrash Metal

Nach dem starken Debüt „Satan Rebellion Metal“ (2015) steht mit „Decomposed Sacramentum“ nun der Nachfolger der Extreme Metaller INVINCIBLE FORCE in den Startlöchern.

Mit dem ultrabrutalen Opener „Doomed By The Vision“ geben die Chilenen auch direkt Vollgas und einen kleinen Vorgeschmack, was der Hörer im weiteren Verlauf erwarten darf. Knackige Thrash Metal-Rhythmen und schreddernde Death Metal-Riffs geben sich quasi die Klinke in die Hand. Abgerundet wird dies durch das tiefschwarze Gekeife von Schlagzeuger Skullfukk. Dies gewinnt sicherlich keinen Innovationspreis, wird aber absolut frisch und authentisch vorgetragen. So sind Stücke wie „Perpetual Black Mass“ oder „The Covenant“ durchaus kleine Genre-Perlen geworden, die kaum einen Freund extremer Klänge enttäuschen dürften. Mein Favorit ist aber der pfeilschnelle Titeltrack, welcher einem so richtig schön fies die Fresse poliert. So muss das!

Fazit: Auch auf ihrem Zweitwerk liefern INVINCIBLE FORCE grundsolide harte Kost ab, welche dem starken Debüt in nichts nachsteht. Bemängeln könnte man lediglich die etwas zu kurze Spielzeit von nur 27 Minuten. Muss man aber nicht! (ds)

Bewertung:
8,0 von 10 Punkten

Käuflich erwerben könnt ihr das Album auf Vinyl bei Amazon* und Bandcamp!


Tracklist: 01. Doomed By The Vision // 02. Perpetual Black Mass // 03. The Covenant // 04. The Shadows Over Canaan // 05. Illusion Of Truth // 06. Damned By Noise And Lust // 07. Abufihamat // 08. Decompossed Sacramentum // 09. Hopeless Mortality


Review: Repuked – Dawn Of Reintoxication


Repuked - Dawn Of Reintoxication

Repuked – Dawn Of Reintoxication

Band: Repuked
Album: Dawn Of Reintoxication
Release: 09. Oktober 2020
Format: 11-Track LP
Laufzeit: 48:07 Min.
Label: Soulseller Records
Genre: Death Metal

Sieben lange Jahre war es still um die schwedischen Death Metaller REPUKED. Nun steht mit „Dawn Of Reintoxication“ endlich ein neuer Longplayer in den Startlöchern.

Eingeleitet vom stimmungsvollen Opener „Livers Bleed“ bolzen sich die Schweden durch die ganze Distanz und wissen besonders immer dann zu überzeugen, wenn das Gaspedal richtig durchgetreten wird. Beste Beispiele dafür sind die gorelastigen „Shitfister“ und „Kick Fuck“. Aber auch das restliche Material fällt nicht sonderlich ab, sondern sorgt immer wieder für Überraschungsmomente. Da wären zum Beispiel das pfeilschnelle „Vodka To The Grave“, oder das mit einem tollen Soli ausgestattete „Excursion Through Perversity“ hervorzuheben. Mit „Morbid Obsessions“ wird dann das infernalische Ende eingeläutet.

Produziert und abgemischt wurde das neue Material von Sverker Widgren in den Stockholmer Wing Studios.

Fazit: Auch nach sieben Jahren Funkstille haben REPUKED nicht verlernt, wie Old School Death Metal zelebriert wird. Freunde früher DISMEMBER und Konsorten sollten hier unbedingt mal ein Ohr riskieren. (ds)

Bewertung:
8,0 von 10 Punkten

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Tracklist: 01. Livers Bleed // 02. Fucking Your Fucking Corpse // 03. Shitfister // 04. Kick Fuck // 05. Retribution From Behind // 06. Global Burning // 07. Dawn Of Reintoxication // 08. Vodka Til The Grave // 09. Repulsive Erected And Anally Infected // 10. Sewer Rain // 11. Excursion Through Perversity // 12. Morbid Obsessions