Kategorie: Reviews

Review: Runemaster – Wanderer


Runemaster - Wanderer

Runemaster – Wanderer

Band: Runemaster
Album: Wanderer
Release: 09. März 2020
Format: 11-Track LP
Laufzeit: 56:51 Min.
Label: Independent
Genre: Heavy Metal

Ließen RUNEMASTER in der Vergangenheit schon mit drei EPs von sich hören, liegt nun mit „Wanderer“ der erste Longplayer der Schotten vor.

Und deren bodenständiger Heavy Metal weiß durchaus zu gefallen. So kann schon der im Midtempo angesiedelte Opener „Raven Lord“ vollends überzeugen. Mal tritt man das Gaspedal ein wenig mehr durch (Hagalaz, Pyres Of Heathen Kings), mal fröhnt man eher den langsameren Rhythmen. Was aber alle Songs des Albums gemeinsam haben, ist ein leicht doomiger Touch. Songs wie „Helm Of Awe“ oder „Mannaz (Immortal Journey Of The Chainless Mind)“ können außerdem mit einer wahnsinnig dichten Atmosphäre auftrumpfen. Mit dem galoppierenden „Rider Of The Nine“ und dem epischen Ohrwurm „Ascendant Lunar Runes“ hat man sich die absoluten Highlights dann sogar bis ganz zum Schluss aufgespart.

Fazit: Mit „Wanderer“ gelingt RUNEMASTER ein herausragendes Debüt mit viel Atmosphäre und noch mehr Hingabe. Die Jungs sollte man definitiv im Auge behalten. (ds)

Bewertung:
9,0 von 10 Punkten

Käuflich erwerben könnt ihr das Album bei Bandcamp als CD oder digitalen Download!


Tracklist: 01. Raven Lord // 02. Hagalaz // 03. The Blood Dimmed Tide // 04. Inscription In Metal // 05. Pyres Of Heathen Kings // 06. Helm Of Awe // 07. Mannaz (Immortal Journey Of The Chainless Mind) // 08. Maelstrom // 09. The Hidden Force // 10. Rider Of The Nine // 11. Ascendant Lunar Runes


Review: Ov Shadows – I Djävulens Avbild


Ov - Shadows - I Djävulens Avbild

Ov Shadows – I Djävulens Avbild

Band: Ov Shadows
Album: I Djävulens Avbild
Release: 14. August 2020
Format: 7-Track LP
Laufzeit: 42:57 Min.
Label: Hypnotic Dirge Records
Genre: Black Metal

Nach dem sehr starken Debüt „The Darkness Between Stars“ (2018) legen die Black Metal Puristen OV SHADOWS nun mit ihrem Zweitwerk „I Djävulens Avbild“ nach.

Klirrende Kälte, die sich wie ein Eispflock tief in das Herz bohrt, das Blut in den Adern gefrieren lässt und unweigerlich den fröstelnden Tod bringt. So oder so ähnlich lässt sich der tiefschwarze Black Metal der Schweden am ehesten charakterisieren. Stücke wie der bitterböse Opener „Den Eld Som Tär Och Förvrider“ oder das fast schon hypnotische „Under Dödens Vingar“ darf man getrost als Meisterwerke schwarzer Kunst bezeichnen. Da auch das restliche Material nicht wirklich abfällt, darf sich der Hörer auf eine kurze aber intensive Reise in die tiefsten Abgründe schwarzer Klangwelten freuen.

Bemerkenswert ist auch die kräftige und etwas unterkühlt wirkende Produktion des Albums, die absolut perfekt zum Sound der Schweden passt. Hier wurde scheinbar nichts dem Zufall überlassen und gar nicht erst an den falschen Stellen gespart.

Fazit: Mit „I Djävulens Avbild“ dürften sich OV SHADOWS ein kleines Denkmal in der Black Metal Szene setzen. Besser geht es kaum! (ds)

Bewertung:
9,5 von 10 Punkten

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Tracklist: 01. Den Eld Som Tär Och Förvrider // 02. Blasfemiskt Crescendo // 03. Under Dödens Vingar // 04. Anakoretens Gap // 05. I Djävulens Avbild // 06. Spotsk // 07. Av Kunskap Krönt Till Gud


Review: Havukruunu – Uinuos Syömein Sota


Havukruunu - Uinuos Syömein Sota

Havukruunu – Uinuos Syömein Sota

Band: Havukruunu
Album: Uinuos Syömein Sota
Release: 14. August 2020
Format: 8-Track LP
Laufzeit: 46:33 Min.
Label: Naturmacht Productions
Genre: Pagan/Black Metal

Haben die Black/Pagan Metaller HAVUKRUUNU mit ihren ersten beiden Alben bereits wahren Kultstatus im Underground erlangen können, gilt es nun mit dem neuesten Streich „Uinuos Syömein Sota“ nachzulegen.

Schon nach den ersten Klängen des Titeltracks wird klar, dass die Finnen anno 2020 sehr viel epischer zur Sache gehen als in der Vergangenheit. Tolle Melodiebögen treffen auf hymnenhafte Chöre und ergeben ein Gesamtkunstwerk voller Gänsehautmomente. Stücke wie das sehr atmosphärische „Kunnes Varjot Saa“ oder das sehr abwechslungsreich arrangierte „Pohjolan Tytär“ zeigen wo der Pagan-Hammer hängt und strotzen nur so vor Spielfreude und Liebe zum Detail. Aber auch das restliche Material fällt nicht großartig ab, sondern lädt immer wieder dazu ein, im nächsten Durchlauf neue Feinheiten zu entdecken. Beste Beispiele dafür sind das monumental anmutende „Kuin Öinen Meri“ und das treibende Epos „Vähiin Päivät Käy“.

Besonders erwähnensswert empfinde ich noch die grandiose Gitarrenarbeit. Allein die atemberaubenden Solis von Gitarrist Henkka sind eine Klasse für sich. Da könnte sich so manche Szenegröße noch eine Scheibe von abschneiden.

Fazit: Den Finnen HAVUKRUUNU gelingt mit „Uinuos Syömein Sota“ ihr bisher stärkstes und vielleicht auch homogenstes Werk. Hier jagt ein Highlight das nächste, was den Kultstatus der Band weiter manifestieren dürfte. Großartig! (ds)

Bewertung:
9,5 von 10 Punkten

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Tracklist: 01. Uinuos Syömein Sota // 02. Kunnes Varjot Saa // 03. Ja Viimein On Yö // 04. Pohjolan Tytär // 05. Kuin Öinen Meri // 06. Jumalten Hämär // 07. Vähiin Päivät Käy // 08. Tähti-Yö Ja Hevoiset


Review: Deathstorm – For Dread Shall Reign


Deathstorm - For Dread Shall Reign

Deathstorm – For Dread Shall Reign

Band: Deathstorm
Album: For Dread Shall Reign
Release: 31. Juli 2020
Format: 10-Track LP
Laufzeit: 38:13 Min.
Label: Dying Victims Productions
Genre: Thrash Metal

Nach der Unterschrift bei Dying Victims liegt mit „For Dread Shall Reign“ endlich das neue Album der Grazer Thrash Metal Institution DEATHSTORM vor.

Eingeleitet vom überraschend abwechslungsreichen Opener „Unforgotten Wounds“ offenbart sich sehr schnell, dass DEATHSTORM sich enorm weiterentwickeln konnten. Gelungene Tempiwechsel und knackige Rhythmen treffen auf ein gesundes Maß an Aggressionen und Old School Spirit. So reiht sich hier Abrissbirne an Abrissbirne. Stücke wie das sehr eingängige „Bloodlusted“ oder das ultra brutale „Ripping And Tearing“ bringen jedenfalls alles mit, was das Thrasher-Herz höher schlagen lässt. Mein persönlicher Favorit ist aber „Funereal Depths“; ein Song, der jede Nackenmuskulatur zerstören dürfte. Besonders erwähnenswert ist auch noch das superbe „Human Individual Metamorphosis“, welches einen mehr als würdigen Schlusspunkt eines großartigen Albums setzt.

Fazit: Wer auf Old School Thrash Metal in der Tradition alter SODOM oder SEPULTURA steht, kann mit „For Dread Shall Reign“ absolut nichts falsch machen. Thrash to the bones! (ds)

Bewertung:
9 von 10 Punkten

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Tracklist: 01. Unforgotten Wounds // 02. Blades Of Delusion // 03. Bloodlusted // 04. Ripping And Tearing // 05. Sulphuric Scents // 06. The Mourning // 07. Funereal Depths // 08. Toxic Devotion // 09. Stygian Black // 10. Human Individual Metamorphosis


Review: Primal Fear – Metal Commando


Primal Fear - Metal Commando

Primal Fear – Metal Commando

Band: Primal Fear
Album: Metal Commando
Release: 24. Juli 2020
Format: 11-Track LP
Laufzeit: 56:58 Min.
Label: Nuclear Blast
Genre: Power Metal

Auch nach 23 Jahren geht den Esslingern PRIMAL FEAR einfach nicht die Luft aus. Jüngster Beweis ist das 13. (!) Studioalbum „Metal Commando“.

Und dieses leitet mit dem eingängigen Opener „I Am Alive“ auch direkt ein knapp einstündiges Feuerwerk ein. So reiht sich auf „Metal Commando“ Hit an Hit. Stücke wie „Along Came The Devil“ oder das recht flotte „Halo“ hätten so auch auf dem letzten JUDAS PRIEST Album stehen können. Nicht zuletzt Ralf Scheepers‘ toller Gesang drängt Vergleiche dieser Art immer wieder auf. Ausfälle gibt es glücklicherweise keine zu verbuchen. Mal bedient man eher den Mainstream (Hear Me Calling), mal geht man auch ein wenig härter (My Name Is Fear) zur Sache. Dabei beweist man stets ein feines Gespür für tolle Melodien und Hooklines. So auch auf dem monumentalen Meisterwerk „Infinity“, welches mit einer satten Spielzeit von über 13 Minuten den würdigen Abschluss eines sehr gelungenen Albums einläutet.

Fazit: Mit „Metal Commando“ gelingt PRIMAL FEAR ihr vielleicht homogenstes Werk. No Fillers, just Killers! (ds)

Bewertung:
9 von 10 Punkten

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Tracklist: 01. I Am Alive // 02. Along Came The Devil // 03. Halo // 04. Hear Me Calling // 05. The Lost & The Forgotten // 06. My Name Is Fea // 07. I Will Be Gone // 08. Raise Your Fists // 09. Howl Of The Banshee // 10. Afterlife // 11. Infinity