Kategorie: Reviews

Review: Panzerkrieg 666 – Panzerkrieg 666

Panzerkrieg 666 - Panzerkrieg 666

Panzerkrieg 666 – Panzerkrieg 666

Band: Panzerkrieg 666
Album: Panzerkrieg 666
Release: 22. April 2022
Format: 5-Track EP
Laufzeit: 15:46 Min.
Label: Human Noise Records
Genre: Black/Death Metal

Bereits im April haben die Jungs von PANZERKRIEG 666 ihre selbstbetitelte Debüt EP veröffentlicht.

Aus dem Umfeld von WARFIELD WITHIN und PHOBIATIC kommend, präsentiert das Duo kompromisslosen Black/Death Metal, der zwar roh und authentisch vorgetragen wird, aber erfreulicherweise immer genau auf den Punkt kommt. Schon beim pfeilschnellen Opener „Grand Commander“ spielt das Duo gekonnt seine Stärken aus. Trotz aller brachialer Härte beißen sich die Gitarrenläufe regelrecht im Hirn fest, sodass niemals Langeweile aufkommt. Das folgende „Panzerkrieg 666“ kann sogar noch mit einem Killer von Refrain auftrumpfen und dürfte vor allem live alles und jeden vernichten. Mein absoluter Favorit ist allerdings das darauffolgende „Wartorn“, das gekonnt auch mit groovigeren Passagen aufwartet, zwischendurch aber immer wieder zu explodieren weiß. Das abschließende „Hiding Assassins“ kommt direkt im Doppelpack, sowohl mit englischen als auch deutschen Lyrics daher und setzt den letzten Sargnagel auf dieses Monster von einem Debüt.

Fazit: Mit ihrem ersten Lebenszeichen dürften PANZERKRIEG 666 für eine Menge offener Münder und schmerzender Halswirbelschleudertraumata sorgen. Brachiale Härte trifft hier auf sehr eingängige Hooklines. Ein ganzes Album lässt hoffentlich nicht allzu lange auf sich warten. (ds)

Bewertung:
9 von 10 Punkten

Käuflich erwerben könnt ihr die EP als Digipak-CD auf Bandcamp oder bei Human Noise Records.


Tracklist: 01. Grand Commander // 02. Panzerkrieg 666 // 03. Wartorn // 04. Hiding Assassins // 05. Hiding Assassins (German Alternative Version)


Review: Selfdevoured – Misanthropic Harmonies

Selfdevoured - Misanthropic Harmonies

Selfdevoured – Misanthropic Harmonies

Band: Selfdevoured
Album: Misanthropic Harmonies
Release: 13. August 2021
Format: 9-Track LP
Laufzeit: 34:20 Min.
Label: Independent
Genre: Death Metal

Nach der starken EP „Storm Of Wrath“ und etlichen Besetzungswechseln liegt mit „Misanthropic Harmonies“ nun das lang erwartete Debüt der Wuppertaler Deather SELFDEVOURED vor.

Erfreulicherweise hat sich an der Marschrichtung der Band wenig bis gar nichts geändert. Zelebriert wird immer noch Death Metal der alten Schule. Die auffälligsten Änderungen stellen die eindeutig verbesserte Gitarrenarbeit und ein ausgewogeneres Songwriting dar. So wurden die durchweg brachialen Nackenbrecher mit etlichen filigranen Passagen aufgelockert. Stücke wie das pfeilschnelle „Selfdevoured“ oder das toll arrangierte „Spawn Of Relapse“ machen auf jeden Fall tierischen Spaß und wissen mit jedem Durchlauf mehr zu überzeugen.

Weitere Anspieltipps sind der sehr abwechslungsreich ausgefallene Titeltrack, das psychedelisch angehauchte „Mortally Mutulated And Brutally Massacred“ und das in doomige Gefilde eintauchende „Acrimonious Existence“.

Produziert und abgemischt wurde „Misanthropic Harmonies“ im Raum4 Studio von Stefan Finger. Das gelungene Cover Artwork stammt aus der Feder von Marc Niederhagemann (ArtWars Mediadesign).

Fazit: Mit „Misanthropic Harmonies“ legen SELFDEVOURED ein sowohl starkes als auch sehr abwechslungsreiches Debüt hin. Fans alter DESULTORY oder SUFFOCATION sollten hier unbedingt mal ein Ohr riskieren. (ds)

Bewertung:
8,5 von 10 Punkten

Käuflich erwerben könnt ihr das Album als CD (inklusive Download-Link) auf der bandeigenen Facebook-Seite.


Tracklist: 01. Cranium // 02. Selfdevoured // 03. Spawn Of Relapse // 04. Misanthtropic Harmony // 05. Wolves Of Depression // 06. Transformation // 07. Mortally Mutulated And Brutally Massacred // 08. Stabwound // 09. Acrimonious Existence


Review: Stress Angel – Bursting Church

Stress Angel - Bursting Church

Stress Angel – Bursting Church

Band: Stress Angel
Album: Bursting Church
Release: 02. Juli 2021
Format: 11-Track LP
Laufzeit: 41:22 Min.
Label: Dying Victims Productions
Genre: Blackened Thrash Metal

Nach einem selbst betitelten Demo (2020) liegt mit „Bursting Church“ nun der erste Longplayer der Blackened Thrasher STRESS ANGEL vor.

In der Vergangenheit bewiesen Dying Victims Productions ja schon des Öfteren ein feines Gespür für hoffnungsvolle Newcomer. Mit dem vorliegenden Debüt der New Yorker STRESS ANGEL – so viel sei schon mal jetzt verraten – hat das aufstrebende Label wieder mal alles richtig gemacht, weiß der tiefschwarze Thrash Metal doch durchaus zu gefallen. Zum einen liegt das wohl an der vorhandenen Authentizität und zum anderen an überdurchschnittlich guten Songs, die glücklicherweise auch noch sehr abwechslungsreich ausfallen. Mal wird es dabei sogar etwas doomig (Godless Shrill), mal wird das Gaspedal auch komplett durchgetreten. So geile Nummern wie das sehr straighte „Exposure To A Disease“, oder das eher schleppende „Life Alert“ lassen jedenfalls nichts anbrennen und machen von Durchlauf zu Durchlauf mehr Spaß.

Fazit: Für ein Debüt ist „Bursting Church“ wirklich ein bemerkenswert gutes Album geworden. Für die Zukunft darf man echt gespannt sein, zu welchen Schandtaten STRESS ANGEL noch fähig sind. Daumen hoch! (ds)

Bewertung:
8 von 10 Punkten

Käuflich erwerben könnt ihr das Album als CD oder Vinyl bei unserem Partner Dying Victims Productions!


Tracklist: 01. Flaming Kingdom // 02. Bursting Church // 03. Godless Shrill // 04. Exposure To A Disease // 05. Starving In A Closet // 06. Life Alert // 07. Providence // 08. Angel Of Stress // 09. Mohel’s Kiss // 10. Final Doom // 11. The Human


Review: Lucifer’s Hammer – The Trip

Lucifer's Hammer - The Trip

Lucifer’s Hammer – The Trip

Band: Lucifer’s Hammer
Album: The Trip
Release: 18. Juni 2021
Format: 7-Track LP
Laufzeit: 31:35 Min.
Label: High Roller Records
Genre: Heavy Metal

Drei Jahre nach dem letzten Lebenszeichen „Time Is Death“ liegt mit „The Trip“ nun endlich das Drittwerk der Chilenen LUCIFER’S HAMMER vor.

Und schon der Opener „The Oppression“ dürfte jedem Old School Puristen die Freudentränen in die Augen treiben. Hier klingt absolut nichts aufgesetzt. Was aber sofort auffällt, ist der deutlich bessere Sound im Gegensatz zum doch recht dünn klingenden Vorgänger. Hier hat sich die Investition in ein besseres Aufnahmestudio auf jeden Fall schon mal bezahlt gemacht. Ansonsten hat sich erfreulicherweise nicht viel geändert, spielt das sympathische Quartett doch kompromisslos seinen Stiefel runter. Dieser setzt sich vor allem aus NWOBHM Einflüssen zusammen. Hier und da hört man starke Anlehnungen an alte IRON MAIDEN raus, ohne diese jedoch plump zu kopieren.

Einen wirklichen Anspieltipp abzugeben fällt aus zwei Gründen besonders schwer. Zum einen ist das Album mit knapp 32 Minuten recht kurz ausgefallen und zum anderen hebt sich kein Song wirklich hervor, was aber nicht die Qualität des Materials schmälern soll. Die Stücke klingen einfach wie aus einem hochwertigen Guss und sollten am besten in einem Rutsch durchgehört werden. Am ehesten fällt noch das sehr gefühlvoll vorgetragene „I Believe In You“ aus der Reihe, was gleichzeitig den viel zu frühen Schlusspunkt eines großartigen Albums setzt.

Fazit: Wer auf NWOBHM mit einer gewissen melancholischen Grundstimmung abfährt, wird an „The Trip“ seine wahre Freude haben. LUCIFER’S HAMMER sollte man in Zukunft auf jeden Fall im Visier behalten. Großartig! (ds)

Bewertung:
9 von 10 Punkten

Käuflich erwerben könnt ihr das Album als CD oder Vinyl bei Amazon* oder High Roller Records!


Tracklist: 01. The Opression // 02. The Forest Of Tar Tac // 03. Land Of Fire // 04. All Stories Come To An End // 05. Illusion // 06. The Winds Of Destiny // 07. I Believe In You


Review: Witch Cross – Angel Of Death

Witch Cross - Angel Of Death

Witch Cross – Angel Of Death

Band: Witch Cross
Album: Angel Of Death
Release: 11. Juni 2021
Format: 10-Track LP
Laufzeit: 44:15 Min.
Label: High Roller Records
Genre: Heavy Metal

Acht Jahre nach ihrem letzten Lebenszeichen „Axe To Grind“, liegt mit „Angel Of Death“ nun endlich ein neuer Longplayer der Schwermetaller WITCH CROSS vor.

Eingeleitet von einem kurzen atmosphärischen Intro, zeigt schon der Titeltrack auf, dass die Dänen immer noch hungrig sind. Ein wenig fühlt man sich sogar an die legendären SAXON erinnert. Wer das großartige Debütalbum „Fit For Fight“ kennt, weiß was für großartige Songwriter WITCH CROSS sind. Und so verwundert es nicht, dass auch auf „Angel Of Death“ ein paar echte Perlen vertreten sind. Da wäre zum Beispiel das sehr eingängige „Evil Eye“ zu nennen. Schon beeindruckend mit welcher Leichtigkeit und Begeisterung die Band nach fast 40 Jahren noch zur Sache geht. Da unter anderem auch Stücke wie das recht flotte „Phoenix Fire“ oder das eher im Midtempo anzusiedelnde „Warrior“ durchaus ihre Klasse beweisen, geht mein Daumen hier eindeutig nach oben.

Fazit: Auch wenn „Angel Of Death“ es erwartungsgemäß nicht mit dem grandiosen Debüt aufnehmen kann, beweisen WITCH CROSS einmal mehr, dass sie immer noch verdammt gute Songs schreiben können. (ds)

Bewertung:
8,5 von 10 Punkten

Käuflich erwerben könnt ihr das Album als CD oder Vinyl bei High Roller Records!


Tracklist: 01. Tempus Mori Est // 02. Angel Of Death // 03. Marauders // 04. Evil Eye // 05. The Chosen One // 06. Phoenix Fire // 07. Siren’s Song // 08. Eye Of The Storm // 09. Last Rites // 10. Warrior